Studium
Es ist gar nicht so einfach den richtigen Studienplatz zu finden. Aber meine schon erwähnte Bequemlichkeit führte mich zunächst mal nachMünster (Westf.). Dann kann ich weiter bei Muttern wohnen und die Kumpel sind auch nicht weit. Die Westfälische Wilhelms-Universität ist nicht nur in einem schönen Schlösschen untergebracht, sondern bot und bietet auch ein umfangreiches Studienangebot. Nachdem ich mich auch persönlich umgesehen habe und mich für Münster entschied, bin ich mit einer sehr guten Freundin in den letzten Bundeswehrurlaub gefahren: gute zwei Wochen mit dem Auto durch Frankreich zelten.
Die gute Freundin wohnte in Bremen, der Urlaub und ein bisschen mehr :-) machten ein Studium in Münster unsinnig, so dass die Universität Bremen meine Lehranstalt wurde. Als ich mit dem Studium begann war die Bremer Uni noch eher niedlich zu bezeichnen und ich hätte mein komplettes Studium in drei Stockwerken des MZHs abarbeiten können. Ebenso gab es zum Grundstudium eigentlich nur die Frage, ob ich eher die frühen Vorlesungen oder die späten besuchen wollte. Wenn Ersteres, dann galt der eine Stundenplan, sonst der andere. Vielen Kommilitonen, das ist natürlich relativ bei nicht mal 100 Studienanfängern, war das zu "verschult". Es fehlte Ihnen die Wahlfreiheit, die Möglichkeit sich für Kurse, Vorlesungen oder ähnliches nicht rechtzeitig eingetragen zuhaben und ein Semester deshalb nochmal machen zu müssen. Eben einfach alles was zu einem ordentlichen "Student sein" dazugehört. Ich fand das ganz, ihr ahnt es, bequem! Klare Vorgaben, kein Zusammensammeln von Information, kein Verpassen wichtiger Meldetermine: Alles cool und einfach Mathematik lernen.
Grundstudium
Im Grundstudium habe ich neben den Grundlagen auch noch den Umgang mit Computern gelernt. Naja, so ein bisschen Computer-Hardware hatte ich ja schon zu Hause oder zu mindestens benutzt.
Dieser Teil vom Studium war schon spannend und es gab auch deutlich mehr Mathematik als im Leistungskurs vom Gymnasium. Außerdem war Lernen auch wieder mal was Neues nach vier Jahren Bundeswehr. Interessanterweise war ich nicht der Älteste (auch nicht der Zweitälteste!).
Hauptstudium
Nachdem Grundstudium musste ich dann aber doch auch einmal selber entscheiden in welche Richtung ich denn weiter machen wollte. Angewandte Mathematik sollte es sein und auch gerne etwas mit Bildern. Da ich mit einem Kommilitonen im erste Studiumsabschnitt schon viel programmiert hatte, käme mir etwas mit Computern auch ganz zu Pass. Welch ein Glück, dass neben den Tutorien, die ich mit zwei Kommilitonen, in der Numerik halten durfte auch noch im Centrum für Komplexe Systeme und Visualisierung (CeVis) eine interessante Diplomarbeit zu vergeben war.
Hier, im CeVis, durften wir mit richtig schnellen Maschinen arbeiten und sogar damals schon eine Shutter-Brille zur 3D-Visualisierung von medizinischen Bildern nutzen: Cool!
Am 16.12.1996 habe ich dann meine Diplomprüfung bestanden. Meine Diplomarbeit hatte das Thema:
Bilddatenkompression unter Verwendung von Wavelets und Techniken aus der fraktalen Bilddatenkompression.